Avondale

Avondale

Das Weingut im Süden von Paarl, gehört dem Avondale Trust, unter Vorsitz von John und Ginny Grieve. Die Familie erwarb das traditionsreiche Landgut „Geelblomsvallei“ (Tal der gelben Blumen) im Jahr 1997. Die Farm besteht seit ca 300 Jahren. Urkunden bezeugen, dass bereits die einstigen Besitzer zu den Pionieren der Weinerzeugung im Paarl Valley zählten. Diese Stellung beansprucht der Trust erneut für sich.

 

1999 wurden unter dem Label Avondale die ersten Weine produziert. Ziel von Avondale ist der hundertprozentige Ökolandbau. Jonathan Grieves bezeichnet diesen Weg als einen Schritt „zurück in die Zukunft“. Er, der jüngste Sohn der Familie, leitet das Weingut. Er setzt auf „Bio-Logic“, auf nachhaltiges Wirtschaften, und ließ das Weingut von der International Organic Accreditation Authority Control Union (Skal) als einen der ersten Ökoanbaubetriebe des Tales zertifizieren.

 

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Natürliche Düngung und umweltschonende Schädlingsbekämpfung gehören dazu. So setzt Avondale zu jeder Saison eine Schar von Enten gegen die Schneckeninvasion ein. Gegen Wurmbefall und Milben kommen bakterielle Vernichtungsmittel zum Einsatz, die beide natürlichen Ursprungs sind und bloß gegen den jeweiligen Schädling vorgehen, ohne anderen Organismen dabei Schaden zuzufügen. Coccidoxenoidses peminutes, eine Wespenart, hält die Rebstöcke schon seit längerem erfolgreich frei von Mehltaufliegen. Geachtet wird auch auf den Energieverbrauch.

 

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2003 weihte der Trust auf seinem Gelände einen ultramodernen Weinkeller ein. Er befindet sich drei Stockwerke tief in einem ausgetrockneten Flussbett. Mit einem Minimum an Energieaufwand gelangen die geernteten Trauben stufenweise hinunter durch den Prozess der Weinherstellung. Ein weiteres Anliegen ist der Erhalt der biologischen Vielfalt. Seit einigen Jahren setzt sich der Avondale Trust ein für die Rückführung ein heimischer Pflanzen in die Landschaft am Kap. 

 

Der Bewuchs dient zum Schutz gegen Wind, zum Schutz gegen das Aufkommen von Unkraut und als Stickstofflieferant für den Boden. Durch ihren Duft sowie ihre Blütenpracht locken die Pflanzen Lebewesen in den Weinberg, die anstelle chemischer Kampfstoffe die Parasiten auf natürliche Weise bekämpfen.

 

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Das Gut besitzt 160 Hektar Weinanbaufläche. Allein elf verschiedene Bodentypen lassen sich ausmachen, allesamt Zusammensetzungen aus Sandstein und Granit. Im extremsten Fall besteht der Boden zu drei Vierteln aus Stein. Auf 100 Hektar (25 Hektar zertifizierter Biowein) wachsen momentan typische Rhône- und Bordeaux-Trauben heran wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Petit Verdot, Cabernet Franc, Semillon, Chenin Blanc und Shiraz, Mouvedre, Grenache, Viognier, Rousanne und Chardonnay. Avondale vertraut voll und ganz auf die Selbstheilungsprozesse der Natur. Den Weg dorthin zurück zu finden, ist offensichtlich ein sehr aufwendiger Prozess, der anfangs hohe Investitionen erfordert. Aber es zeigen sich bereits beachtliche Erfolge in Hinblick auf die Verbesserung der Bodenqualität und auf das Traubenwachstum.